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Wachteln im Erzgebirge

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Häufige Frage: Braucht man einen Wachtelhahn, wenn man Wachteleier haben möchte?

Häufige Frage: Braucht man einen Wachtelhahn, wenn man Wachteleier haben möchte? wachtelhahn wachtelhenne bruteier wachteleier Japanische Legewachtel
Japanische Legewachtel

Manchmal kommt der ein oder andere Kleintierfreund bei mir vorbei und möchte eine kleine Gruppe Wachteln kaufen. "Nur wegen der Eier" und "Nur zum Spaß". Dabei wurde ich schon mehrmals gefragt, ob man einen Wachtelhahn braucht, um Wachtelhennen zum Eierlegen zu bewegen. 

Kurze Antwort: "Nein, ein Wachtelhahn wird nicht benötigt".

Lange Antwort: Wachteln sind keine Kaninchen, die erst durch das Berammeln einen Eisprung bekommen. Wäre bei den heutigen Geflügelrassen ein Hahn nötig, müssten in der industriellen Legehennenhaltung auch Hähne anwesend sein. Sonst wäre es ja gar nicht möglich, Eier zu erzeugen.

Wer "nur zum Spaß" einige wenige Wachtelhennen halten möchte, sollte -zumindest meiner Meinung nach- ganz auf einen Hahn verzichten. Wachtelhähne können sehr fordernd sein und gehen mit den Hennen auch nicht gerade sehr fürsorglich um. Und so haben die Hennen nach wenigen Wochen auf dem Kopf, im Nacken oder auf dem Rücken kaum noch Federn. Je weniger Hennen man hat, umso mehr werden die Tiere "strapaziert".

Hähne werden nur benötigt, wenn man seinen Wachtelstamm selbst vermehren möchte oder Bruteier erzeugen will. Bei kleinen Zuchtgruppen nimmt man in Kauf, dass die Hennen danach etwas "gerupft" aussehen. Sie werden ja nur für eine kurze Zeit mit den Hähnen zusammen gehalten. Ansonsten empfehle ich, so wenig Hähne wie möglich mit den Hennen zu halten. Sonst hat man am Ende des Sommers nicht mehr ganz so schöne Tiere in seinem Stall bzw. in der Voliere. Nicht alles, was die Hähne herausgerupft haben, wächst bei der Mauser nach.

Eine Gruppe von Wachteln, die nur aus Wachtelhennen besteht, lebt wesentlich ruhiger. Es gibt weniger Gebalge im Stall und die Nachbarn werden durch das ständige Krähen nicht gestört. Man hört nur ein leises Zirpen, welches an Fröschequaken oder Grillenzirpen erinnert. Hält man hingegen mehrere Hähne, wollen sich die Männer gegenseitig beeindrucken und krähen ständig. Bei mir wird zum Teil auch nachts und mehrmals pro Minute gekräht.

Wer seine Wachteln selbst vermehren möchte, findet bestimmt einen Wachtelhalter in der Umgebung, bei dem man gegen kleines Geld einen jungen, blutsfremden und potenten Hahn erwerben kann. Einige Wachtelzüchter geben ihre Wachtelhähne sogar kostenlos ab, weil sie aus ihrer Sicht a) nur Futter beanspruchen und b) ohnehin nach 6-10 Wochen geschlachtet werden müssten.

Wenn man einen fremden Wachtelhahn erwirbt, sollte man darauf achten, dass der Hahn das passende Alter hat. Er soll voll ausgewachsen sein. Das sind sie, je nach Jahreszeit, nach ungefähr 6-10 Wochen. Ein zu junger Hahn wird manchmal von den älteren Hennen nicht ernst genommen, kann sich in der Hackordnung nicht durchsetzen und wird von den Hennen so lange traktiert, bis er blutend in der Ecke hockt. Damit ist er für die Zucht unbrauchbar geworden.

Ein zu "alter" Hahn -und das ist er spätestens im Alter von einem Dreivierteljahr- bringt kaum noch akzeptable Befruchtungsraten.

Daher: Augen auf beim Hähnekauf :-)

 

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